Was ist hreflang?
Das hreflang-Attribut ist eine technische Auszeichnung, mit der eine Webseite Suchmaschinen mitteilt, in welcher Sprache und für welche Region eine bestimmte Seitenversion gedacht ist. Betreibt ein Unternehmen seine Inhalte etwa auf Deutsch, Englisch und Französisch, sorgt hreflang dafür, dass ein Nutzer aus Frankreich die französische Variante in den Suchergebnissen sieht und nicht versehentlich die deutsche.
Für rein deutschsprachige Webseiten ist hreflang nicht relevant. Sobald jedoch mehrere Sprach- oder Ländervarianten existieren, wird es zu einem wichtigen Baustein des technischen SEO. Ohne korrekte hreflang-Auszeichnung riskiert man, dass Google die falsche Version ausspielt oder ähnliche Sprachvarianten als Duplikate fehlinterpretiert.
Wie hreflang funktioniert
Technisch wird hreflang über ein Attribut umgesetzt, das jede Sprachversion benennt und auf ihre Entsprechungen verweist. Wichtig ist dabei das Prinzip der Gegenseitigkeit:
- Sprach- und Ländercode: Jede Version erhält einen Code wie „de“ für Deutsch oder „de-AT“ für Deutsch in Österreich.
- Wechselseitige Verweise: Verweist die deutsche Seite auf die englische, muss die englische auch zurück auf die deutsche verweisen.
- Selbstreferenz: Jede Version verweist auch auf sich selbst.
- x-default: Eine Standardversion für Nutzer, deren Sprache nicht abgedeckt ist.
Eingebunden wird hreflang entweder im Quellcode der Seite oder gebündelt in der Sitemap. Letzteres ist bei vielen Sprachversionen oft übersichtlicher.
Typische Fehler bei hreflang
hreflang gilt als eine der fehleranfälligsten Techniken im SEO, weil schon kleine Ungenauigkeiten die ganze Logik aushebeln. Die häufigsten Probleme sind fehlende Rückverweise, bei denen nur eine Richtung der Verknüpfung gesetzt ist, sowie falsche oder erfundene Sprachcodes, die Google ignoriert. Auch der Verweis auf Seiten, die selbst nicht indexierbar sind, führt ins Leere.
Ein weiterer Klassiker ist die Verwechslung von Sprache und Land: „de“ steht für die Sprache Deutsch, nicht für das Land Deutschland. Wer Deutsch nur für Deutschland ausspielen will, braucht „de-DE“, schließt damit aber Österreich und die Schweiz aus. Solche Fehler lassen sich über die Google Search Console aufspüren, die einen eigenen hreflang-Bericht bietet.
Wann hreflang sinnvoll ist
hreflang lohnt sich immer dann, wenn dieselben oder sehr ähnliche Inhalte in mehreren Sprachen oder für mehrere Länder bereitstehen. Das betrifft exportorientierte Unternehmen ebenso wie Firmen, die in der Schweiz, Österreich und Deutschland zugleich aktiv sind und regionale Besonderheiten berücksichtigen wollen. Für ein lokales Unternehmen mit nur einer Sprachversion ist hreflang dagegen überflüssig.
Wo es eingesetzt wird, verbessert hreflang nicht direkt das Ranking, sondern die Trefferqualität: Nutzer landen auf der richtigen Version, was Verständlichkeit und Conversion erhöht und die Absprungrate senkt. Bei der korrekten Einrichtung mehrsprachiger Seiten unterstützt unsere Suchmaschinenoptimierung.