SEO

Keyword-Recherche selbst machen: Werkzeuge und Vorgehen

Anleitung zur Keyword-Recherche in Eigenregie: Welche kostenlosen Werkzeuge taugen, wie Sie die Suchintention treffen und Begriffe nach Aufwand und Nutzen priorisieren.

Liste von Suchbegriffen mit Suchvolumen auf einem Bildschirm

Bevor Sie auch nur einen Satz für Ihre Website schreiben, sollten Sie wissen, wonach Ihre Kunden tatsächlich suchen. Genau das leistet die Keyword-Recherche. Sie verhindert, dass Sie Inhalte produzieren, die niemand findet, und richtet Ihre gesamte Website an der echten Nachfrage aus. Die gute Nachricht: Die Grundlagen können Sie selbst erledigen. Diese Anleitung zeigt das Vorgehen und die passenden Werkzeuge.

Worum es bei der Keyword-Recherche geht

Bei der Keyword-Recherche finden Sie heraus, mit welchen Begriffen Menschen nach Ihrem Angebot suchen, wie oft das geschieht und wie stark der Wettbewerb dahinter ist. Das Ziel ist nicht, möglichst viele Begriffe zu sammeln, sondern die richtigen: solche mit echter Nachfrage, klarer Kaufabsicht und einer realistischen Chance, dafür zu ranken.

Schritt 1: Mit den eigenen Begriffen starten

Beginnen Sie mit dem, was Sie ohnehin wissen. Notieren Sie alle Begriffe, mit denen Ihre Kunden Ihr Angebot beschreiben. Denken Sie dabei nicht in Fachsprache, sondern in der Sprache Ihrer Kunden. Ein Heizungsbauer denkt vielleicht an “hydraulischer Abgleich”, der Kunde sucht aber nach “Heizung wird nicht warm”. Beide Sichtweisen gehören auf die Liste.

Ergänzen Sie regionale Varianten, wenn Sie lokal arbeiten: “Maler Reutlingen”, “Maler in der Nähe”. Solche lokalen Begriffe sind für die Local SEO oft besonders wertvoll, weil die Suchenden eine konkrete Absicht mitbringen.

Schritt 2: Die richtigen Werkzeuge nutzen

Sie brauchen keine teuren Profi-Tools für den Einstieg. Mehrere brauchbare Quellen sind kostenlos oder günstig:

  • die Google-Suche selbst: die Autovervollständigung und der Block “Ähnliche Fragen” zeigen verwandte Suchanfragen
  • der Bereich “Verwandte Suchanfragen” am Ende der Ergebnisseite
  • der Google Keyword-Planner, der grobe Suchvolumina liefert
  • kostenlose Vorschlagstools, die zu einem Begriff Hunderte Varianten ausgeben

Diese Quellen liefern gemeinsam ein erstaunlich vollständiges Bild. Profi-Werkzeuge mit präziseren Daten lohnen sich erst, wenn Sie systematisch im großen Stil arbeiten.

Schritt 3: Die Suchintention erkennen

Das Suchvolumen allein sagt wenig. Entscheidend ist, was hinter einer Suche steckt. Grob lassen sich drei Absichten unterscheiden:

  • informierende Suchen (“wie entlüfte ich meine Heizung”)
  • vergleichende Suchen (“beste Heizungsart Altbau”)
  • kaufende Suchen (“Heizungsbauer Tübingen Angebot”)

Für Anfragen sind vor allem die kaufenden Suchen wertvoll. Informierende Suchen bringen Besucher, die noch nicht kaufen wollen, eignen sich aber, um früh Vertrauen aufzubauen und Menschen entlang ihrer Customer Journey zu begleiten. Welche Absicht Google einem Begriff zuordnet, erkennen Sie daran, was bereits auf den ersten Plätzen rankt.

Schritt 4: Wettbewerb realistisch einschätzen

Ein Begriff mit hohem Suchvolumen nützt nichts, wenn dort übermächtige Konkurrenz steht, gegen die Sie als kleiner Betrieb keine Chance haben. Schauen Sie sich an, wer für Ihre Wunschbegriffe rankt. Stehen dort große Portale und etablierte Marken, ist der Aufwand hoch. Oft lohnt sich der Fokus auf spezifischere, längere Suchanfragen.

Diese sogenannten Long-Tail-Begriffe haben weniger Suchvolumen, dafür weniger Wettbewerb und eine klarere Absicht. “Badezimmer barrierefrei umbauen Reutlingen” bringt zwar weniger Suchen als “Badezimmer”, aber jede einzelne davon ist deutlich wertvoller.

Schritt 5: Priorisieren und zuordnen

Aus Ihrer Liste wird erst dann eine Strategie, wenn Sie priorisieren. Bewerten Sie jeden Begriff nach drei Kriterien: Wie groß ist die Nachfrage? Wie stark die Kaufabsicht? Wie realistisch ist eine gute Platzierung? Begriffe, die bei allen drei Punkten gut abschneiden, gehören nach oben.

Ordnen Sie anschließend jedem wichtigen Begriff oder Begriffsbündel eine eigene Seite zu. Nicht jedes Keyword braucht eine eigene Seite, aber jede wichtige Suchabsicht sollte eine klar zuständige Seite haben. Diese Zuordnung ist die Brücke von der Recherche zur konkreten Suchmaschinenoptimierung.

Häufige Fehler

  • nur auf das Suchvolumen schauen und die Absicht ignorieren
  • ausschließlich auf hart umkämpfte Hauptbegriffe zielen
  • regionale und Long-Tail-Begriffe übersehen
  • Begriffe sammeln, ohne sie konkreten Seiten zuzuordnen

Wer diese Fehler vermeidet, hat nach wenigen Stunden Arbeit eine belastbare Grundlage für die gesamte Website.

Wann sich professionelle Unterstützung lohnt

Die Basis können Sie selbst legen. Sobald es aber um die Auswertung präziser Daten, um die Analyse der Konkurrenz und um eine größere Seitenstruktur geht, spart professionelle Unterstützung viel Zeit und Fehlversuche. Eine fundierte Recherche ist die Grundlage, auf der jede erfolgreiche Optimierung aufbaut, und ein Fehler an dieser Stelle zieht sich durch das ganze Projekt.

Wenn Sie Ihre eigene Recherche überprüfen lassen oder eine fundierte Keyword-Strategie für die Region Neckar-Alb aufbauen möchten, melden Sie sich über unser Kontaktformular. Wir ordnen Ihre Begriffe ein und zeigen Ihnen, wo die lohnendsten Chancen liegen.

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