Was ist Retargeting?
Retargeting bezeichnet das gezielte erneute Ausspielen von Werbung an Nutzer, die zuvor mit Ihrer Marke interagiert haben – etwa durch einen Website-Besuch. Der Mechanismus dahinter ist identisch mit dem, was Google Remarketing nennt; in der Werbebranche hat sich der Begriff Retargeting durchgesetzt.
Technisch funktioniert Retargeting über einen Tracking-Pixel oder Cookies, die einen Besucher markieren. Verlässt dieser Ihre Seite, ohne zu kaufen oder anzufragen, kann ihm auf anderen Websites oder in sozialen Netzwerken eine passende Anzeige gezeigt werden.
Pixel-basiert vs. Listen-basiert
Man unterscheidet zwei grundlegende Ansätze:
- Pixel-basiertes Retargeting: Ein im Seitencode eingebundener Pixel markiert Besucher anonym und ermöglicht die Ansprache in Echtzeit, sobald sie eine andere Website besuchen.
- Listen-basiertes Retargeting: Sie spielen vorhandene Kontaktdaten – etwa E-Mail-Adressen aus Ihrem CRM – in die Werbeplattform ein und sprechen genau diese Personen an.
Beide Ansätze lassen sich verfeinern, indem Sie Zielgruppen segmentieren – etwa Warenkorb-Abbrecher anders ansprechen als reine Startseiten-Besucher.
Retargeting wirksam einsetzen
Damit Retargeting nicht aufdringlich wirkt, ist eine sinnvolle Steuerung wichtig. Begrenzen Sie die Häufigkeit der Einblendungen (Frequency Capping) und schließen Sie Nutzer aus, die bereits konvertiert haben. So vermeiden Sie das Gefühl, „verfolgt“ zu werden.
Besonders wirksam ist Retargeting in Kombination mit den richtigen Botschaften je Zielgruppe und mit sauberem Conversion-Tracking über den Google Tag Manager. Wie beim Remarketing gilt auch hier: Tracking erfordert in der Regel die Einwilligung der Nutzer. Eingebettet ist Retargeting häufig im Display Advertising und im Social-Media-Marketing.