Was sind Seitenaufrufe?
Seitenaufrufe, im Englischen „Pageviews“, geben an, wie oft eine bestimmte Seite Ihrer Website geladen wurde. Jedes Mal, wenn eine Seite im Browser eines Nutzers erscheint, wird ein Seitenaufruf gezählt – auch wenn dieselbe Person dieselbe Seite mehrfach lädt.
Seitenaufrufe sind eine der ältesten und einfachsten Kennzahlen der Webanalyse. Sie stehen unterhalb der Session: Innerhalb eines einzelnen Besuchs können viele Seitenaufrufe entstehen, wenn ein Nutzer sich durch mehrere Seiten klickt.
Seitenaufrufe richtig einordnen
So einfach die Kennzahl ist, so leicht wird sie überschätzt. Viele Seitenaufrufe wirken beeindruckend, sagen aber wenig über den Geschäftserfolg aus. Sie zählen zu den klassischen Vanity-Metriken, wenn man sie ohne Kontext betrachtet.
Entscheidend ist die Interpretation:
- Viele Seitenaufrufe pro Besuch können für hohes Interesse stehen – oder für Orientierungslosigkeit, weil Nutzer nicht finden, was sie suchen.
- Wenige Seitenaufrufe sind nicht automatisch schlecht: Wer schnell ans Ziel kommt, braucht oft nur eine Seite.
Deshalb gehören Seitenaufrufe immer in Beziehung zu Unique Visitors, Sessions und der Engagement-Rate gesetzt.
Wann Seitenaufrufe nützlich sind
Im richtigen Zusammenhang liefern Seitenaufrufe wertvolle Hinweise. Sie zeigen, welche Inhalte am häufigsten konsumiert werden, und helfen so, beliebte und unbeachtete Seiten zu identifizieren. Für die Conversion-Optimierung ist es aufschlussreich zu sehen, welche Seiten auf dem Weg zur Anfrage besonders oft aufgerufen werden.
Als alleiniger KPI taugen Seitenaufrufe jedoch nicht. Sie messen Aktivität, nicht Wert. Ein Online-Marketing, das nur auf Seitenaufrufe optimiert, läuft Gefahr, an den eigentlichen Zielen vorbeizuarbeiten.