Was ist eine Session?
Eine Session, auf Deutsch „Sitzung“, fasst in der Webanalyse alle Aktivitäten zusammen, die ein Nutzer während eines zusammenhängenden Besuchs auf einer Website ausführt. Dazu zählen aufgerufene Seiten, Klicks, Scrollvorgänge und ausgelöste Ereignisse – gebündelt zu einer Einheit.
Die Session ist eine der grundlegenden Messgrößen jeder Webanalyse. Sie steht zwischen dem einzelnen Seitenaufruf und dem Unique Visitor: Ein Nutzer kann in einer Session mehrere Seiten aufrufen, und ein Nutzer kann über die Zeit mehrere Sessions erzeugen.
Wann eine Session endet
Eine Session endet nicht erst, wenn der Nutzer den Browser schließt. In der Praxis gelten mehrere Regeln, die historisch von Google Analytics geprägt wurden:
- Inaktivität: Klassisch endet eine Session nach 30 Minuten ohne Interaktion. Kehrt der Nutzer später zurück, beginnt eine neue Session.
- Tageswechsel: Um Mitternacht startet in vielen Modellen eine neue Session.
- Kanalwechsel: Kommt der Nutzer über eine neue Kampagne erneut, kann eine neue Session beginnen.
Im aktuellen Google Analytics 4 ist das Konzept stärker ereignisbasiert, die Grundidee des zeitlich begrenzten Besuchs bleibt aber erhalten.
Warum Sessions wichtig sind
Sessions sind die Bezugsgröße für viele zentrale KPIs. Die Conversion-Rate etwa wird häufig als Anteil der Sessions berechnet, in denen eine gewünschte Aktion stattfand. Auch die durchschnittliche Sitzungsdauer und die Seiten pro Sitzung sind aussagekräftige Indikatoren für die Qualität des Traffics.
Wichtig ist, Sessions nicht mit Nutzern zu verwechseln. Hohe Session-Zahlen bei wenigen Nutzern bedeuten viele Wiederbesuche – das kann je nach Ziel gut oder schlecht sein. Für eine saubere Interpretation sollten Sessions immer im Verhältnis zu Unique Visitors und zur Engagement-Rate betrachtet werden.