Was ist der ROI?
ROI steht für „Return on Investment“, auf Deutsch „Kapitalrendite“. Die betriebswirtschaftliche Kennzahl gibt an, wie viel Gewinn eine Investition im Verhältnis zum eingesetzten Kapital abwirft. Im Marketing zeigt der ROI, ob sich Ausgaben für Werbung, SEO oder Kampagnen unterm Strich gelohnt haben.
Berechnet wird der ROI so: Gewinn geteilt durch Investitionskosten, multipliziert mit 100 für die Prozentangabe. Erzielen Sie aus 1.000 Euro Investition einen Gewinn von 500 Euro, liegt der ROI bei 50 Prozent. Anders als der ROAS betrachtet der ROI den echten Gewinn, nicht nur den Umsatz.
ROI im Online-Marketing
Der ROI ist die ehrlichste Erfolgskennzahl, weil er alle Kosten einbezieht – nicht nur das Werbebudget, sondern auch Produktion, Personal und Margen. Damit beantwortet er die eigentlich wichtige Frage: Hat sich die Maßnahme wirtschaftlich gelohnt?
Im Online-Marketing ist der ROI eng mit anderen Kennzahlen verknüpft. Er stützt sich auf sauber gemessene Conversions, etwa über Tracking-Pixel oder den Google Tag Manager. Und er profitiert von jeder Verbesserung der Conversion-Rate, weil dieselben Ausgaben dann mehr Gewinn erzeugen.
Grenzen der ROI-Betrachtung
So aussagekräftig der ROI ist – er hat blinde Flecken. Er erfasst nur, was direkt messbar ist, und unterschätzt langfristige Effekte wie Markenaufbau oder Kundenbindung. Eine Investition in Brand Awareness zahlt sich oft erst Monate später aus und erscheint im kurzfristigen ROI schlecht.
Auch die Attribution erschwert die ROI-Messung: Wenn ein Kunde über mehrere Kanäle zur Conversion kommt, ist nicht eindeutig, welcher Investition der Gewinn zuzurechnen ist. Der ROI sollte deshalb immer im Zusammenhang mit weiteren KPIs betrachtet werden.